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Sport tut Körper und Seele gut. Menschen mit Neurodermitis treibt jedoch oft die Sorge um, dass Schwitzen und die Reibung von Sportkleidung die empfindliche Haut reizen. Im Sommer können Sonne und hohe Temperaturen Symptome wie Juckreiz und Hautirritationen zusätzlich verstärken. Also lieber verkriechen und wenig bewegen? Keine gute Idee. Denn egal ob Neurodermitis oder nicht, regelmäßige Bewegung ist essenziell für unser Wohlbefinden und kann helfen, Stress abzubauen – einen häufigen Auslöser von Neurodermitisschüben.1

Was belastet die Haut beim Sport?

Beim Training wirken verschiedene Faktoren auf die Haut ein: Schweiß kann auf gereizter Haut brennen und den Juckreiz verstärken. Enge oder scheuernde Kleidung kann empfindliche Hautstellen reizen. Hohe Temperaturen im Sommer können Beschwerden verstärken. Pollen oder andere Allergene können Menschen mit Neurodermitis zusätzlich belasten. Generell lohnt sie hier ein Blick auf die persönlichen Auslöser. Werde also zum Experten für deine eigene Haut und passe Sport und Bewegung individuell auf dich an.  

Das wichtigste auf einen Blick: 5 Tipps für den Start

  1. Nutze im Sommer die kühleren Tageszeiten
    Wer draußen trainiert, sollte möglichst auf die frühen Morgenstunden oder den Abend ausweichen. So lassen sich starke Hitze und intensive Sonneneinstrahlung vermeiden.

  2. Greif zu atmungsaktiver Kleidung 
    Lockere Sportkleidung aus atmungsaktiven Materialien hilft dabei, Schweiß von der Haut wegzuleiten und Reibung zu reduzieren. 

  3. Bereite deine Haut gut vor 
    Eine regelmäßige Basispflege unterstützt die Hautbarriere. Vor und nach dem Sport kann eine individuell passende Pflege helfen, die Haut zu schützen.  

  4. Dusche direkt nach dem Training 
    Eine kurze, lauwarme Dusche entfernt Schweiß und mögliche Reizstoffe von der Haut. Anschließend sollte die Haut sanft abgetrocknet und eingecremt werden. 

  5. Höre auf die Signale deiner Haut 
    Nicht jeder Tag ist gleich. Wenn deine Haut gerade stark gereizt ist oder du einen Schub hast, kann es sinnvoll sein, das Training anzupassen oder eine Pause einzulegen. 

Und was ist mit Schwimmen?

Die Frage rund um das Thema Schwimmen bei Neurodermitis ist auf jeden Fall berechtigt. Denn gerade stark gechlortes Wasser in Schwimmbädern kann die empfindliche Haut reizen. Dennoch ist Schwimmen – besonders im Sommer – eine angenehme Sportart und eine gute Abkühlung für den Körper. Hier heißt es ganz klar: Höre auf deinen Körper und beobachte deine Haut. Geht es dir beim Schwimmen gut? Dann steht dem nichts im Weg. Reizt das Chlorwasser deine Haut oder trocknet sie aus? Hier kann das direkte Duschen nach dem Schwimmen und eine passende Pflege im Anschluss beruhigend wirken.  

Fazit: Sport ist möglich – wenn er zu dir passt

Neurodermitis ist also kein Grund, auf Sport zu verzichten, vielmehr geht es um die Frage der guten Vorbereitung und der individuellen Hautbedürfnisse. Im Grunde gilt: Alles ist erlaubt – es sollte nur zu dir und deiner Haut passen und Spaß machen. Der eine mag Radfahren oder Joggen, die andere liebt Sport im Team, wieder andere schwören auf Yoga, Pilates & Co. und manche wollen auf den regelmäßigen Sprung ins Wasser nicht verzichten. So sollte Sport und Bewegung vor allem eines: guttun.  

Du möchtest mehr zum Thema Sport und Hobbys erfahren? Hier verrät dir Katja, warum sie auf das Reiten und ihre Pferde niemals verzichten wollte und wie sie ihre Liebe zum Reitsport und ihre Neurodermitis unter einen Hut gebracht hat.  

Neben all dem ist die richtige Therapie, passend zum Schweregrad deiner Neurodermitis, wichtig für deine Lebensqualität. Bist du unzufrieden mit deiner Therapie? Willst du mehr? Sprich am besten mit deiner Dermatologin oder deinem Dermatologen. Moderne Therapieansätze können insbesondere bei mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis viel bewirken. Hier gibt es Tipps für deinen nächsten Arztbesuch.   


Referenzen:

  1. S3-Leitlinie „Atopische Dermatitis“ (AWMF-Registernr. 013-027). Version 4.5 (Teilaktualisierung 2025). Stand: 25.02.2026. Available at: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/013-027. Letzter Aufruf: 03.07.2026.  

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